Wer bist du und was ist deine Rolle bei Retero?
Mein Name ist Joël Retter. Die Retero und die Faszination an der Technik begleiten mich schon mein ganzes Leben. Schon früh war ich fasziniert von den kleinen Metallteilen, die mein Vater hergestellt hat. Ich wollte so oft wie möglich mitgehen, wenn er in die Retero ging, um zu schauen, ob neue, coole Teile im Ausschusscontainer liegen, mit denen ich spielen konnte. Zusammen mit meinem Bruder, durften wir schon als Kinder Debitoren und Kreditoren alphabetisch auf dem Boden auslegen, das hat uns einen Riesenspass bereitet, denn wir konnten Papa helfen und wir haben sogar ein kleines Taschengeld dafür gekriegt! Am Esstisch haben wir viel über neue Maschinen und Herausforderungen geredet, da haben mein Bruder und ich früh gelernt, dass es im Unternehmen nicht nur um Zahlen geht, sondern um Menschen und darum, Verantwortung zu übernehmen.
Diese Faszination für die Technik hat sich durch mein gesamtes Leben weitergezogen, vom Erfinden neuer Autos beim Lego-spielen, über die Lehre als Konstrukteur, bis hin zum Bachelorstudium als Wirtschaftsingenieur, wo ich dann die technische Faszination mit wirtschaftlichem Wissen vereinen konnte. Das Wirtschaftsingenieursstudium habe ich letztes Jahr abgeschlossen. Durch diese Kombination aus praktischer Ausbildung und Studium habe ich nun die optimale Voraussetzung, um Technik, Wirtschaft und Menschen zu verbinden und dazwischen zu vermitteln.
Heute ist es für mich ein echtes Herzensprojekt, die Retero zusammen mit meinem Bruder weiterzuführen und meinen Vater zu unterstützen. Aktuell nehme ich mir ganz bewusst Zeit, um die Retero von Grund auf kennenzulernen. Ich arbeite in der Werkstatt, lerne unsere Maschinen und Prozesse bis ins Detail kennen, vom Drahterodieren über alle weiteren verfahren. Mir ist wichtig, das Ganze nicht nur in der Theorie zu kennen, sondern wirklich erlebt und verstanden zu haben, wie etwas funktioniert. Deshalb soll diese Einschulung Substanz haben und nachhaltig aufgebaut werden, nicht mit zu viel Eile. In Zukunft will ich meinen Vater im Verkauf und in der strategischen Unternehmensführung unterstützen und schrittweise mehr Verantwortung übernehmen.
Für was steht Retero aus deiner persönlichen Sicht?
Für mich steht die Retero für Stabilität, Qualität und für langfristiges Denken, statt kurzfristiger Optimierungen. Wir sind ein Schweizer Familienbetrieb, der stolz auf seine Spezialisierung im Mikrobereich des Drahterodierens ist und fair mit unseren Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter arbeitet. Besonders wichtig ist mir Ehrlichkeit und Verlässlichkeit, das hat mein Vater uns schon früh gelehrt. Ich glaube fest daran, dass gute Zusammenarbeit auf Vertrauen aufgebaut wird und nicht auf schnellen Versprechen, die man nachher nicht halten kann. Wir wollen zeigen, dass wir wirklich zuhören und mitdenken und auch proaktiv die Prozesse unserer Kunden effizienter mitzugestalten versuchen.
Welche Ziele hast du persönlich für die Zukunft in der Retero?
Mein Ziel ist es, die Retero stabil, modern und mit denselben Werten, mit denen mein Vater die Retero geprägt hat, mit meinem Bruder zusammen weiterzuführen. Ich will ein Unternehmen mitgestalten, das technologisch immer an der Spitze ist, dabei aber nie vergisst, dass hinter jedem Projekt auch Menschen stehen, sowohl auf Kundenseite als auch bei uns im Team.
Ein langfristiger Traum von mir wäre es, die Retero zu der EINEN Anlaufstelle für Mikrobearbeitung von Metallbauteilen zu entwickeln und das durch Qualität und durch langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit.